Erlebnisse

Reisebericht gen Norden...

 

Nach langer, nicht enden wollender Corona-Zeit starteten die Wanderfreunde Ebernhahn am Samstag, den 23. Oktober, ihre Reise gen Norden. 
Nachdem alle Koffer im Bus verstaut und alle Impfnachweise kontrolliert waren (Anmerkung: Für die Reise galt 2G) ging es pünktlich um 06:30 Uhr von der Rosenheckhalle in Ebernhahn los Richtung Groß Wittensee. 

Auf dem Gruppenbild macht der Wanderführer "Cheftrapper" Aribert Grytzan von den ”Haard-Trappern” Wanderfreunde Datteln Unsinn mit unserer Elly Neumann. Oder will er gar als westfälischer Raubritter die Reisekasse stehlen?

 

Nach ca. 220 km erreichten wir unser 1. Etappenziel, die Burg Vischering in Lüdinghausen, wo wir schon von Aribert Grytzan und seinem Team, von den „Haard-Trapper" - Wanderfreunde Datteln 1986 e.V., erwartet wurden. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Burgcafe Reitstall und einem Gruppenfoto wanderten wir den 5km langen Burgwanderweg Lüdinghausen (PW 442 NRW). Diejenigen, die nicht wandern wollten oder konnten, konnten entweder an der Burg bleiben oder die Stadt Lüdinghausen besuchen. Aribert war ein sehr guter Gastgeber und beantwortete artig alle gestellten Fragen. Anlässlich des 750 Jahre Jubiläum der Burg Vischering gab der Kreis Coesfeld in Zusammenarbeit mit der Sparkasse einen 0-Euro Schein heraus, den Aribert druckfrisch für 3,- Euro verkaufte und welcher reisenden Absatz bei uns fand. Gegen 12:15 Uhr verabschiedete sich Aribert mit einer Flasche Likör und wir fuhren weiter Richtung unserem heutigen Ziel Groß Wittensee. Dort kamen wir nach 640km gegen 18:30 Uhr im Hotel Schützenhof hungrig und müde an.
Am Sonntag, den 24. Oktober, stand dann um 09:00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein die Fahrt nach Eckernförde und den schönsten Schleidörfern an. Hierzu hatten wir uns mit unserer heutigen Reiseleiterin Monika Neufang verabredet, die uns den ganzen Tag begleitete und viel von Eckernförde, den Schleidörfern und der Schlei zu erzählen wusste. 
Erstes Ziel unserer Fahrt war Eckernförde, eine über 700 Jahre alte deutsche Hafenstadt an der Ostsee im ehemaligen Herzogtum Schleswig. Dort besuchten wir die Altstadt mit ihren vielen kleinen Gassen und bunten Häusern, den Rat-hausmarkt, den Hafen und den Strand, wo eine Reiseteilnehmerin „ein Bad“ in der Ostsee nahm. Dabei musste sie höllisch aufpassen, um nicht auf eine Feuer-qualle zu treten, welche brennenden Schmerzen verursacht.

 

Dieses  reetgedeckte Haus standen in Sieseby, einem kleinen Ort an der Schlei

 

Anschließend fuhren wir weiter in das verträumte Sieseby. Ein ganz besonderes Schmuckstück mit Reet gedeckten Fachwerkhäusern. Nach einem Rundgang durch den idyllischen Ort fuhren wir weiter entlang der Schlei, um über die Klapp-brücke Lindaunis zu Deutschlands kleinster Stadt Arnis zu gelangen. 
Die Lindaunisbrücke ist eine Straßen- und Eisenbahnklappbrücke, die den Meer-esarm Schlei an einer ihrer schmalsten Stelle überquert. Wegen der langen Wartezeiten und häufiger Defekte wird die Brücke durch einen Neubau ersetzt. Dass unser Bus überhaupt diese Brücke überqueren konnte, verdankt Sie dem Können ihres Busfahrers. Vielen dürfte allerdings dabei nicht wohl gewesen sein. 

Arnis ist heute eine Halbinsel und mit weniger als 300 Einwohnern die nach der Einwohnerzahl und mit 0,45 km² die nach der Fläche kleinste Stadt Deutsch-lands. Das Stadtsiegel verdankt der Ort einer damaligen Gebietsreform und einem besonders hartnäckigen Bürgermeister. In Arnis gab es viele malerische Häuser und die Schifferkirche zu entdecken. 
In der Schifferkirche spürt man noch heute die Geschichte der geretteten See-leute, den Neusiedlern von Arnis und die Sturmfluten, die immer wieder das Land heimsuchten. 
Danach führen wir nach Kappeln, welche malerisch an der Schlei liegt und ge-prägt von historischen Gebäuden ist. Am Hafen aßen viele ihr erstes Fischbröt-chen und um 14:15 Uhr schifften wir dann auf dem Raddampfer Schlei Princess ein. Mit dem Raddampfer ging es dann in östlicher Richtung, vorbei an wunder-schönen Landschaften, dem kleinen Strand von Rabels und dem Ferienort Maasholm bis zum Leuchtturm Schleimünde, der am Anfang des Ostseefjordes Schlei steht. Obwohl die Schlei wie ein Fluss aussieht, ist sie ein Meeresarm der Ostsee, der in der Eiszeit entstanden ist. Die Schlei erstreckt sich mit einer Länge von 42 km von Schleimünde über Kappeln und Arnis bis zur Stadt Schles-wig durch das Schleswig-Holsteinische Hügelland und trennt dabei die Land-schaften Angeln und Schwansen. Sie hat eine durchschnittliche Breite von 1,3 km und eine durchschnittliche Tiefe von 3 m. Nach etwa 2 stündiger Schifffahrt erreichten wir gegen 17:00 Uhr wieder den Hafen von Kappeln. 
Von dort fuhren noch kurz zum Ostsee Resort Olpenitz.  Olpenitz war ursprüng-lich ein Marinestützpunkt, der in den Jahren 1964 bis 2006 von der deutschen Marine genutzt wurde. Nach Abzug der Marine fragten sich die Stadtväter der Stadt Kappeln, zu der Olpenitz seit 1970 offiziell gehört, was man mit einem 160 Hektar großen Gelände machen soll. So entwickelte sich aus dem Marinestütz-punkt langsam das heutige Ostseeresort Olpenitz, welches weiterhin konstant wächst und ein echtes Urlaubsparadies an der Ostsee wird. Gegen 18:00 Uhr trafen wir erschöpft aber mit vielen positiven Eindrücken wieder im Hotel Schützenhof in Groß Wittensee ein.
Am Montag, den 25. Oktober brachen wir gegen 08:30 Uhr Richtung Büsum auf, wo wir um 10:00 Uhr eintrafen und von Hildegard und Wilfried Köpke, von den Wandergesellen Alt-Hürth 1991 e.V. erwartet wurden. In Büsum bestand die Möglichkeit, entweder mit Hildegard Köpke direkt in die Innenstadt Büsums zu gehen oder aber mit Wilfried Köpke den 7km langen Permanenten Wanderweg, Nr. 390 SH, Land, Wand, Meer zu erwandern und die Umgebung von Büsum zu erkunden. Viele wanderten mit Wilfried Köpke mit. Der Weg führte vom Deich am Hochzeitswald, über Feld und Wiesen, an Wohngebieten vorbei bis zur Familien-lagune Perlebucht. Von dort ging es dann immer den Deichweg entlang Richtung Büsumer Innenstadt. 
Da Ebbe war, nutzten viele Besucher diese Gelegenheit für eine kleine Wattwan-derung. Auch wenn es auf den Bildern nicht so aussieht, peitschte der Wind kräftig vom Meer her, was für Norddeutsche aber eher als schwache Brise be-zeichnet werden dürfte. Einer Reiseteilnehmerin war es gar so warm, dass sie mit T-Shirt am Deich entlang lief, während andere sich dick einpackten. In der Innenstadt trafen wir wieder auf die andere Gruppe und hatten dabei noch          1 Stunde Zeit, um Souvenirs zu kaufen oder ein Fischbrötchen zu essen. Um 13:00 Uhr wollten wir eigentlich zum Eidersperrwerk weiterfahren. Doch es fehlten zwei Reiseteilnehmer, die sich verlaufen hatten. Dank dem engagierten Einsatz von zwei Vereinsmitgliedern konnten diese jedoch recht schnell gefunden werden, so dass wir schließlich um 13:20 Uhr aufbrechen konnten. Die beiden Vermissten entschuldigen sich später mit einer alkoholischen Spende.
Am Eidersperrwerk angekommen machten wir eine kurze Kaffee-Pause. Das Eider-Sperrwerk mit seinen fünf, jeweils 40 m breiten, Sielöffnungen wurde von 1967 bis 1973 im Mündungstrichter der Eider, etwa 15 km unterhalb von Tön-ning, errichtet. Es stellt neben dem Sturmflutschutz auch die Vorflut und die Schifffahrt auf der Eider sicher. 

Grachtenfahrt in Friedrichstadt auch „Klein Amsterdam“ oder „Holländerstadt genannt.

 

Dann ein überraschender Anruf und es musste nun alles sehr schnell gehen. Die Friedrichstädter Grachtenfahrt rief an und teilte mit, dass wir nur noch bis 15:00 Uhr fahren könnten, da das Wasser steige und es sonst keine Möglichkeit mehr gebe, unter den Brücken hindurchzufahren. Also änderten wir kurzfristig das Programm, strichen St. Peter Ording und fuhren direkt nach Friedrichstadt, wo wir rechtzeitig um 15:00 Uhr eintrafen. Leider hatte sich nun der Himmel zuge-zogen und es regnete. Deshalb waren wir sehr froh, mit einer überdachten Gracht zu fahren. Die Fahrt dauerte ca. 1 Stunde und ging wenige Zentimeter unter Brücken hindurch durch alle Grachten in Friedrichstadt. Das viele Wasser für die Grachten kommt aus den Flüssen Eider und Treene. Die Erklärungen des Bootsführers waren sehr interessant und locker vorgetragen. Im Anschluss be-stand die Möglichkeit, Friedrichstadt auf eigene Faust zu erkunden. Auf den ersten Blick sieht man, woher Friedrichstadt seine Wurzeln hat. Die Grachten, Brücken und Treppengiebelhäuser sprechen ihre eigene, nämlich niederlän-dische Sprache. „Klein Amsterdam“ oder „Holländerstadt“ wird Friedrichstadt auch genannt. Leider waren viele Geschäfte geschlossen, was der schönen Kulisse aber keinen Abbruch tat. Um 17:00 Uhr fuhren wir wieder zurück zu unserem Hotel Schützenhof, wo wir gegen 18:00 Uhr ankamen.
Am Dienstag, den 26. Oktober, hatte unser Busfahrer einen lenkfreien Tag. An diesem Tag bestand die Möglichkeit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins nahe-gelegene Eckernförde oder nach Rendsburg zu fahren oder eine Wanderung um den Wittensee oder den Bistensee zu machen. Viele fuhren nach Eckernförde, um die Hafenstadt bei einem ausgiebigen Spaziergang noch besser kennen zu lernen. Am Abend überraschte unser Küchenchef mit einem leckeren kalt-/ warmen Buffet.  
Am Mittwoch, den 27. Oktober, fuhren wir um 08:45 Uhr zu den Wattenkutschern nach Fuhlehörn, Nordstrand. Dort angekommen stiegen wir bei stürmischen Wind, diesmal dürften auch Norddeutsche von einer steifen Brise sprechen, in die bereitgestellten Kutschen. 
Von April bis Oktober fahren einmal täglich, sofern es die Witterung zulässt, bei Ebbe drei Pferdekutschen durchs Watt hinüber zur Hallig Südfall. Die Hallig steht unter Naturschutz und unterliegt den Bestimmungen der Schutzzone I im Natio-nalpark Wattenmeer. Daher dürfen täglich maximal 50 Personen nach Südfall kommen. 

 

Bei ihrer mehrtägigen Nord- und Ostseereise erlebten die Ebernhahner Wanderfreunde auch eine stürmische Kutschfahrt (siehe die Kopfmähnen der Pferde) zur Hallig Südfall.   

 

Gut, dass in den Kutschen Decken gab, die ein wenig gegen den starken Wind schützten. Nach einer erlebnisreichen Fahrt durch das Watt erreichten wir nach ca. 1 Stunde die Hallig Südfall, wo wir schon von Gunda Erichsen erwartet wur-den. Gunda und Gonne Erichsen sind die einzigen Bewohner der Insel und leben dort zusammen mit ihren Tieren. Unser Verein spendierte eine Wurst mit selbst-gebacken Brot für alle Reisenden, was dankend angenommen wurde. Einige probierten auch den selbstgebacken Kuchen von Gunda Erichsen. Gunda Erichsen erzählte von ihrem Leben auf der Hallig und so manchen Herausforder-ungen. So kann die Hallig im Winter nicht bewohnt werden, da es keine Heizung gibt.  Nach ca. 1/1/2 stündigen Aufenthalt ging es mit den Kutschen wieder zu-rück nach Nordstrand. Ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis ging nach 3,5 Stunden zu Ende, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. 
Im Bus angekommen gab es für alle eine Runde Schnaps, um den durchge-frorenen Körper wieder auszuwärmen. 
Anschließend fuhren wir weiter Richtung Husum, wo wir um 15:45 Uhr eintrafen. Husum verzaubert mit seinen engen Gassen, alten Bürgerhäusern, kleinen Geschäften und einem schönen Binnenhafen seine Besucher. Meiner Meinung ist der Hafen der schönste Platz in der Innenstadt. Es gibt ein Schloss und einen schönen Schlosspark. Das  Schloss vor Husum, so genannt, weil es früher außerhalb der Stadtgrenzen lag, ist das einzige landesherrliche Schloss an der schleswig-holsteinischen Westküste. Es unterstreicht die Bedeutung der Stadt Husum, die sie seit alters her für den westlichen Landesteil hatte. Erbauer war Herzog Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1526-1586). Von 1577 bis 1582 wurde es auf seine Veranlassung im Stil der niederländischen Renaissance errichtet. Theodor Storm ist Husums berühmtester Sohn. Ein Denkmal des Dichters und Schriftsteller steht im Schlosspark. Wir hatten 2 Stunden Zeit auf eigene Faust diese schöne Hafenstadt zu erkunden und entdeckten dabei auch ein großes Einkaufszentrum (Theo). Um 17:45Uhr fuhren wir wieder zurück zu unserem Hotel Schützenhof, wo wir gegen 19:00 Uhr ankamen.
An langes Ausschlafen war auch am Donnerstag, den 28 Oktober, nicht zu denken, obwohl viele das wohl gehofft hatten. Um 08:00 Uhr starteten wir unsere Fahrt Richtung Dänemark, ein weiters Highlight unser Reise. 
Zunächst ging es nach Flensburg, wo wir um 09:00 Uhr eintrafen, unser Busfahr-er aber vergeblich einen Parkplatz in der Nähe der Innenstadt suchte. Schließlich ließ er uns an einer Haltestelle am Hafen aussteigen, was aber den Zorn der Fahrer des öffentlichen Nahverkehrs auf sich zog und sich durch lautes Hupen äußerte. 
Flensburg ist eine besonders attraktive Stadt mit einem großen Bestand an historischen Bausubstanz aus allen Epochen, da sie im Zweiten Weltkrieg weitgehend  unzerstört blieb. Flensburgs Geschichte ist eng verbunden mit dem Nachbarland Dänemark und der dänischen Kultur und macht Flensburg zur einzigen Stadt der zwei Kulturen. In Flensburg bestand die Möglichkeit, den historischen Hafen zu besuchen und durch die Fußgängerzone zu schlendern. Leider waren noch viele Geschäfte geschlossen und machten erst um 10:00 Uhr auf. 
Um 10:30 Uhr fuhren wir vom Busbahnhof Flensburg weiter Richtung Tønder (zu Deutsch Tondern), Dänemark. An der Grenze musste unser Bus kurz anhalten und mitteilen, wie viele Reisende an Bord waren und wo die Reise hingeht. Danach fuhren wir weiter durch Dänemark bis wir schließlich um 11:30 Uhr in Tønder ankamen. Tønder ist eine historische Stadt im Süden Dänemarks und hat ca. 7.700 Einwohner. Es gibt es hier eine schöne Fußgängerzone mit zahlreichen Geschäften, Banken und Cafés. In der Altstadt finden sich viele gut erhaltene Patrizierhäuser aus dem 17. Und 18. Jahrhundert. Sehenswert ist auch die Christkirche. Sie ist die größte und bedeutendste Kirche im süddänischen Tønder. 
Nach einem sehr kurzem Aufenthalt von 1 Stunde fuhren wir weiter Richtung Rømø. 
Rømø, deutsch Röm und nordfriesisch Rem, ist die südlichste dänische Watten-meerinsel. Sie liegt etwa sechs Kilometer südlich der Insel Mandø und drei Kilometer nördlich von Sylt. Um Röm zu erreichen, mussten wir zunächst den Rømødæmningen (deutsch Römö-Damm oder Römdamm) passieren. Der Rømødæmningen ist ein knapp 9,2 Kilometer langer künstlicher Straßendamm, der die dänische Insel Rømø mit dem Festland bei der Kleinstadt Skærbæk in der Tønder Kommune verbindet. Er wurde von 1939 bis 1948 gebaut und wurde am 18. Dezember 1948 eingeweiht. Um 13.45 Uhr kamen wir in Rømø an und fuhren direkt auf den Lakolk Strand. Rømø ist mit seinem kilometerbreiten befahrbaren Sandstrand ein einmaliges Erlebnis, Am Strand machten wir sehr schöne Gruppenbilder, soweit vorhanden in unserer Vereinskleidung. Auch unser Busfahrer ließ es sich nicht nehmen, seinen Bus am Strand aus allen Perspek-tiven zu fotografieren. Anschließend wurden alle Reisende zu einem Becher Sekt mit einem Stück Schokolade eingeladen. Von 14:00 bis 14:45 Uhr bestand die Möglichkeit, am Strand entlang zu gehen und dem Meeresrauschen zu lauschen. Anschließend trafen wir uns im  Lakolk Einkaufszentrum mit zahlreichen Cafés, Restaurants und Geschäften. Viele nutzten die Gelegenheit, um Postkarten zu kaufen oder eine leckere Bratwurst zu essen. 
Um 15:30 Uhr fuhren wir dann weiter zu Kirche Kirkeby, einem Wahrzeichen von Rømø. Die Kirche wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert gebaut und im 17. und 18. Jahrhundert ausgebaut. Sie ist dem Schutzheiligen der Seefahrer Sankt Clemens geweiht. In ihrem Inneren gibt es mehrere kostbare Votivschiffe. Umgeben ist die Kirche von einem Friedhof mit Grabsteinen reicher Walfangkapi-täne, so genannter Kommandeurssteine. 
Von hier aus startete eine Gruppe ihre Wanderung zur höchsten Erhebung von  Rømø, dem 19 Meter hohen Spidsbjerg, während die anderen Reisenden zum Hafen fuhren. Nach ca. 2km durch die Heide und 50 Holzstufen hinauf erreichten wir schließlich den Spidsbjerg, Rømøs höchstem Aussichtspunkt. Mit 19 m nicht gerade eine "Riesen"-Höhe, aber trotzdem hat man vom hier oben aus eine großartige Aussicht auf die Dünenlandschaft des Sønderlandes. Am Horizont kann man das Meer sehen, in alle anderen Richtungen die Kirkeby Plantage, Vråby Plantage und eben Dünen, Dünen, Dünen.
Nach dieser tollen Aussicht gingen wir wieder zurück zur Kirche Kirkeby, wo uns unser Busfahrer wieder abholte. Anschließend fuhren wir über Rømødæmningen, Tondern und Husum wieder zurück zu unserem Hotel Schützenhof. Dort kamen wir völlig übermüdet um 19:00 Uhr an. Es war ein sehr, sehr schöner Tag.
Doch wer dachte, er könnte nun am letztem Tat, unserem Abreisetag, einmal ausschlafen, wurde auch diesmal eines Besseren belehrt. Nachdem alle Koffer im Bus verstaut waren, fuhren wir am Freitag, den 29. August 2021, um 08:00 Uhr, nach Tarp, um dort den 6km langen Permanenten Wanderweg entlang der Eulenskulpturen, PW 02 SH, zu erwandern. 

 

Erster Stopp auf der Heimreise war in Tarp, wo wir den Eulenwanderweg  mit einheimischer Begleitung erwandern konnten.  Wir bekamen viel erzählt von den Eulen unterwegs die von Studenten geschaffen wurden, teils mit der Kettensäge aus einem Stamm.

 

In den Sommermonaten zwischen 2007 und 2011 kamen 64 Auszubildende im Holzbildhauerhandwerk aus verschiedenen Berufsfachschulen Deutschlands nach Tarp. Fünf Bildhauersymposien wurden auf Einladung der Gemeinde Tarp durchgeführt. Die Ergebnisse der kreativen Arbeit in Form von 64 Eichenholz-skulpturen zum Thema Eule, dem Wappentier der Gemeinde, können seit dem Herbst 2012 auf dem Eulenwanderpfad erlebt werden. 
Wir waren in Tarp mit Claus-Herman Hansen und seinem Team von der Volks-wandergruppe Tarp e.V. um 09:15 Uhr verabredet und kamen mehr als pünktlich an. Nachdem drei Gruppen gebildet wurden (diejenigen die nicht laufen wollen, diejenigen welche die halbe Strecke laufen wollten und diejenigen welche die gesamte Strecke laufen wollten), ging es los. Herr Hansen erläuterte jede Eulen-skulptur im Detail, so dass wir sehr gut über die einzelnen Skulpturen und ihre Hintergründe informiert wurden. Auch das Wetter spielte an diesem Tag mit und die Landschaft erstrahlte in den schönsten Herbstfarben. Gegen 12:00 Uhr traf die Gruppe, welche den gesamten Weg gegangen war, wieder am Bus ein. Die anderen hatten es sich zwischenzeitlich in einem Café in der Dorfmitte gut gehen lassen. 
Am Bus gab es dann ein kleines Mittagessen in Form von Würstchen, Brötchen und Gurken. Auch wurde später noch Obst verteilt. Dieses Mittagessen hatte ein Vereinsmitglied spendiert, welches dieses Jahr runden Geburtstag hatte. Ein herzliches Vergelt's Gott.
Nach der Verabschiedung von Herrn Hansen und seinem Team machten wir uns um 12:15 Uhr auf den Heimweg Richtung Ebernhahn. Leider kamen wir nur bis zum Elbtunnel in Hamburg, wo uns ein Stau ausbremste, der uns zusätzliche 1/1/2 Stunden Verzögerung kostete. 
Schließlich erreichten wir nach langer, anstrengender Fahrzeit um 22:15 Uhr wieder Ebernhahn, wo wir schon sehsüchtig erwartet wurden.
Wir haben sehr viel im Norden erlebt. 
Mit zu der guten Stimmung beigetragen hat nicht nur das Wetter, sondern auch unser Hotel Schützenhof in Groß Wittensee. Die Hotelzimmer waren groß und sauber, das Frühstückbuffet einmalig und das Abendessen mit Fisch- und Fleischgerichten reichlich. Oft gab es Nachschlag. Frau Schmidt und ihr Team wussten mit Freundlichkeit und hoher Serviceorientierung zu überzeugen. Sie haben erheblich mit dazu beigetragen, dass wir uns im Hotel stets wohl gefühlt haben und diese Reise ein Erfolg wurde. Vielen Dank an den Schützenhof in Groß Wittensee.
Ein herzliches Dankeschön auch an das Serviceteam im Bus, die Großartiges geleistet haben und für das Wohl aller Reisenden gesorgt haben.
Und zu guter Letzt ein dickes Dankeschön an unseren Busfahrer, der immer für uns da war und uns überall sicher hingefahren hat. 
Eine wunderschöne Reise ist nun zu Ende, aber viele, hoffentlich schöne Er-innerungen bleiben.

Und hier finden Sie die Fotos NORD-OSTSEE-REISE 2021.

 

 

Wenn Sie im Fotoalbum bei den Einzelbildern auf das links abgebildete Info-Zeichen klicken, finden Sie kurze Beschrei-bungen der Fotos.

Mir hat es großen Spaß gemacht und ich freue mich, Euch auf einen der nächsten Reisen wieder zu sehen.
Macht es gut.
Euer Klemens

Klemens Neumann
Wanderfreunde Ebernhahn e.V.
2. Vorsitzender und Reiseleiter
Sonnenring 7
56242 Quirnbach / Westerwald
Telefon: 02626 / 7489995
Mobil: 0151 / 21510038

Stand: 08. November 2021
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Am Sonntag, den 28. April 2019 fuhren die Wanderfreunde Ebernhahn nach Bockenau im Kreis Bad Kreuznach.

 

Start war um 07:00 Uhr.

Bevor der Bus losfuhr, war
es unserem 2. Vorsitzenden, Klemens Neumann, ein ganz persönliches Anliegen, dem 1. Vorsitzenden, Ernst Walter Diel, alles erdenkliche Gute für den weiteren Heilungsprozess zu wünschen. Denn die Nachricht über seine Krankheit hatte viele Mitglieder sehr geschockt und betroffen gemacht.
Klemens Neumann:
„Ich wünsche unserem Ernst Walter auf diesem Weg von ganzem Herzen eine gute Besserung! Mögen unsere Genesungswünsche ihm Kraft für seinen weiteren Heilungsprozess schenken und möge er bald wieder in unserer Mitte sein.“

Dann ging es los Richtung Bockenau, aber weit kam der Bus nicht, denn er musste einen Zwangsstopp von ca. 10 Minuten in Höhr-Grenzhausen einlegen, da Rosi und Werner nicht damit gerechnet hatten, dass der Bus heute mehr als pünktlich war.

Im Bus gab es dann ein sehr leckeres Frühstück (warmer Fleischkäse mit Gurke und Brötchen), dass von Ute und Christel spendiert wurde. Ganz herzlichen Dank hierfür.
Auch der „Boardservice“ war wieder vom feinsten, dafür vielen Dank an Sabine und Manfred.

In Bockenau bestand die Möglichkeit, 5, 10 oder 20 Kilometer zu erwandern. Die Strecken waren sehr schön und auch das Wetter spielte einigermaßen mit, Aprilwetter eben mit Sonne und etwas Regen. Ein Highlight war für viele sicher-lich der Auftritt der Dorfmusikanten Bockenau, welche die Halle mächtig einheiz-ten und eine Zugabe spielen mussten.

Die „Ebernhahner“ waren mit 53 Teilnehmern sehr gut in Bockenau vertreten und erhielten als Dankeschön Wein von der Nahe sowie eine Salatschüssel als Gruppenpreis. Diese wurde von Alois Mayer, Leiter der Wanderabteilung des TSV Bockenau 1904 an den 2. Vorsitzenden der Wanderfreunde Ebernhahn, Klemens Neumann, überreicht. Alois Mayer wünscht Ernst Walter Diel alles Gute!

Erlebt und beschrieben von Klemens Neumann.

Unter BOCKENAU 2019 stoßen Sie auf ein Internetfotoalbum mit Bildern von den Bockenauer Wandertagen. Schauen Sie sich die Fotos zum Spaß und zum Erinnern an. Die Bilder fertigten Anneliese Kosche (a), Poijana Neumann (b) und Jörg Abel (c).

 

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Bei Sturm und Regen an der luxembourgischen Mosel …

 

Am Sonntag, den 10. März 2019 fuhren 54 Ebernhahner Wanderfreunde erneut  nach Luxemburg, diesmal erstmalig zu den „Wanderfrënn 74 Mäertert a.s.b.l“. Um 07:30 Uhr starteten vom Reisedienst Griesar aus 2 Busse in  Richtung Luxemburg. Der große Bus wurde wie immer souverän von Victor gesteuert, am Steuer des kleinen Busse (9-Sitzer) saß unser 2. Vorsitzender Klemens Neu-mann. Das Wetter verhieß leider nichts Gutes für den Tag: Regen und Sturm waren angesagt. Das Thema Sturm sollte uns den ganzen Tag über begleiten. In den Bussen war natürlich wieder bestens für die Verpflegung gesorgt. Anlässlich  seines 80. Geburtstages spendete Wolfgang Dormann ein großzügiges Früh-stück mit belegten Broten und bunten Eiern. Ein ganz herzliches Dankeschön hierfür. Als die Wanderfreunde Ebernhahn gegen 10:00 Uhr in Mertert eintrafen, hatte auch das Wetter Einsehen. Der Himmel riss auf und sogar die Sonne ließ sich kurz blicken. DieWanderfrënn 74 Mäertert a.s.b.l boten als Stecke 6, 11 und 16 km an. Während man die 6km ohne Matsch, aber bei starkem Gegenwind meistern konnte, bot die längeren Stecken doch einige Schlammpassagen, wie man unweigerlich auf den Bildern einiger unserer Wanderer sehen konnte.

 

Den Naturgewalten trotzen.

 

Als Verpflegung hatten die  Wanderfrënn 74 Mäertert Hähnchen, Bratwurst, Pommes, Kartoffel, Waffeln und Kuchen im Angebot, zu Trinken gab es alko-holfreie Getränke, Bier und Wein. Obwohl in Luxemburg eigentlich keine Grup-penpreise vorgesehen sind, überreichten  Marco Goeler und Pia Schomer-Albert unserem 2. Vorsitzende Klemens Neumann 2 Flaschen Sekt (Champagner?) sowie 2 wiederverwendbare Eco-Teebecher. Die Ecobecher kosten normaler-weise 3 Euro, 50 Cent sind für einen guten Zweck. Sie ersetzten die Einweg-plastikbecher auf den Kontrollstellen und leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Umwelt gemäß dem Motto „Wandern ohne Plastik“. Dieses positive Beispiel sollte auch auf einer der nächsten Wandertage der Wanderfreunde Ebernhahn Schule machen.  

Warten am Bahnhof auf den Zug nach Nirgendwo.

 

Gegen 14:00 Uhr ging es wieder heim Richtung Ebernhahn. Während der große Bus noch zur bekannten Tankstelle nach Wasserbillig zum Einkaufen fuhr, hatte der kleine Bus schon wieder seine Heimreise angetreten. Und auf der Heimfahrt blies der Sturm dann so richtig, so dass es einem Angst und Bange werden konnte und es schon ein Wunder war, dass unser kleiner Bus nicht abhob. Die Autobahn war übersät von umgestürzten Bäumen und wir waren allesamt froh, wieder gesund in Ebernhahn angekommen zu sein. Es war wie immer eine sehr schöne Fahrt an die Mosel, trotz Sturm und teilweise starkem Regen.

Erlebt und beschrieben von Klemens Neumann.

 

Unter MERTERT 2019 können Sie sich Bilder vom Wandertag ansehen. Die Fotos haben beigesteuert: Willi Kroth, Edith Ludevig, Guy Schiltz, Gilbert Alf und Michael Wolf.

 

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Auf den Spuren der Planeten – eine besondere Erlebniswanderung

 

Zum diesjährigen Aktionstag an der Pfarrer-Giesendorf-Grundschule Dernbach, Westerwald, am 22. September 2018, hat sich die Schule für die ca. 100 Schüler und Schülerinnen der 3. und 4. Klassen etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Denn die einzelnen Planeten unseres Sonnensystems sollten nicht nur im Unterricht vorgestellt, sondern auf einer Strecke von etwa 5 km maßstäblich erwandert werden. 

Hierfür hat sich die Schule freundliche Unterstützung bei den Wanderfreunden Ebernhahn geholt, die im März diesen Jahres erstmals eine Internationale Planetenwanderung als Erlebniswanderung unter dem Motto: „Einmal Himmel und zurück...auf den Spuren der Planeten“ mit großem Erfolg durchgeführt hat. Nachdem die Schulleiterin, Frau Eimermacher-Raczek, die Schüler und Schülerinnen und deren Eltern auf dem Schulhof begrüßt und den Aktionstag eröffnet hatte, übergab sie das Mikrophon an Klemens Neumann, den 2. Vorsitzenden der Wanderfreunde Ebernhahn. Klemens Neumann stellte die Wanderfreunde Ebernhahn mit ihren ca. 200 Mitgliedern, ihrem umfassenden Wanderangebot und dem Ziel, Kinder und deren Familien für den Wandersport zu begeistern, vor. Im Anschluss begrüßte Klemens Neumann den Planeten-Wanderführer der Wanderfreunde Ebernhahn, Franz-Herbert Quirmbach. Franz-Herbert Quirmbach stellte dar, wie alles mit dem Urknall begann und unser Sonnensystem, so wie wir es heute kennen, entstanden ist. Danach ging es gleich zur 1. Station, der Sonne, weiter, welche die Kinder auf die Straße zeichneten. Dabei erläuterte Franz Herbert Quirmbach, wie wichtig die Sonne für das Leben auf der Erde ist. 

Von der Sonne aus führte der Weg dann vorbei an Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Uranus bis hin zum Neptun. Dabei erzählte Franz-Herbert Quirmbach von der Physik der einzelnen Planeten, von den umkreisenden Monden, den Abständen zur Sonne und vieles, vieles mehr. Die Schülerinnen und Schüler, Eltern und Begleiter lauschten dem Planeten-Wanderführer gespannt. Vielen wurde noch einmal bewusst, wie groß unser Sonnensystem für die Menschen ist, aber es noch viele Milliarden weiterer Sonnensysteme gibt. Um sich die Namen und die richtige Reihenfolge der Planeten im Abstand zur Sonne zu merken, gibt es folgenden Merksatz: "Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel." Die Anfangsbuchstaben stehen dabei für die Anfangsbuchstaben der acht Planeten. Nach ca. 2,5 Stunden war diese besondere Erlebniswander-ung leider schon wieder vorbei und Frau Eimermacher-Raczek dankte den Ver-tretern der Wanderfreunde Ebernhahn ganz herzlich für ihr Kommen.

 

Erlebt und beschrieben: Klemens Neumann, 2. Vorsitzende Wanderfreunde Ebernhahn 22. September 2018

 

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