Reisebericht

 

Fahrt zur 6. Europiade nach Kehl und Strasbourg (24.08 - 30.08.2022) 

 

Nachdem alle Koffer, Kuchen und Getränke als notwendige „Wegzehrung“ im Bus verstaut waren, starteten am Mittwoch, den 24. August 2022, 29 Ebern-hähner*Innen, pünktlich um 08:00 Uhr, ihre Reise nach Kehl und Strasbourg. Leider hatte unser 1. Vorsitzender, Klemens Neumann, den wichtigsten Gast vergessen, unser geliebtes Maskottchen Wuschel, der auch schon bei der letzten Reise an die Nord-/Ostsee nicht dabei war. Dass Wuschel erneut vergessen wurde und wieder ganz allein zu Hause saß, tat unserem 1. Vorsitzenden natür-lich leid. Im Bus gab es für alle Wanderfreunde ein Ferrero Küsschen als Will-kommensgeschenk sowie ein schmackhaftes Frühstück, welches unsere 2. Vorsitzende, Sabine Droste, vorbereitet hatte.

Wuschel allein zu Haus

Feste und flüssige Nahrung als "Wegzehrung" für unterwegs

 

 

Gegen 10:30 Uhr erreichte unser Bus das 1. Etappenziel, das Weingut Schwei-kart in Landau i. d. Pfalz. Nachdem alle Wanderfreunde auf den 2 bereitgestell-ten Planwagen Platz genommen hatten, ging die dreistündige Weinbergsrund-fahrt durch die Pfälzer Weinberge los. Geführt wurde die Tour von Gabi Hege-Schweikart und von Gerhard Felde, kurz Gerd genannt. Auf den beiden Planwa-gen gab es mehrere große Kühlboxen mit Wein (Weiß- und Roséwein), Trauben-saft, Wasser, dem berühmten Pfälzer Bauernbrot sowie Hausmacher Wurst, Gurke und Käse. Auf der Tour erfuhr man viel über den Weinanbau in der Pfalz und die schöne Gegend. Der Blick schweifte vom Trifels, der Madenburg, dem Geilweilerhof, der Anna-Kapelle bis hin zur Villa  Ludwigshöhe und dem Ham-bacher Schloss. Die Stimmung auf den beiden Planwagen war recht unter-schiedlich. Während auf dem einem Wagen ausgelassen gefeiert und gesunden wurde, was sicherlich auch dem Weingenuss geschuldet war, ging es auf dem anderen Wagen deutlich ruhiger zu. Am Ende hat die Weinbergsrundfahrt aber allen Wanderfreunden sehr gut gefallen. Gegen 14:00 Uhr ging es weiter zur Burgruine Madenburg. Da unser Bus die engen Serpentinen zum Parkplatz nicht hinauffahren konnte, musste er unten am Sportplatz parken. Somit blieb den Wanderfreunden, die zur Madenburg wollten, nichts anderes übrig als zur Burg hoch zu wandern, was nach ca. 50 Minuten geschafft war, aber in Anbetracht der hohen Temperaturen doch sehr Schweiß treibend war. Die großartige Aussicht über die Pfalz und ein kühles Getränk entschädigten für den mühsamen Aufstieg.

Die Wanderfreunde strahlten mit der Sonne um die Wette

Vor der Burgruine Madenburg mit den Wanderfreunden, die den Aufstieg gewagt hatten.

 

Am zweiten Tag ging es zur 6. Europiade nach Straßburg (französisch Stras-bourg) zur Präsidentenwanderung. Gestartet wurde am Europäischen Parlament in Straßburg. Während die Hälfte der Wanderfreunde an der Präsidentenwander-ung teilnahm, nutzte die anderen Hälfte die Möglichkeit, Straßburg auf eigene Faust zu erkunden. Leider hatte unsere Kassiererin keine Startkarten am Start gekauft, sondern Karten für die Tram besorgt, welche die Wanderer der 8km Strecke benötigten, um mit der Tram nach Kehl zurück zu kehren. Dazu später mehr. Die Strecke führte durch die Innenstadt an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei, so auch am Straßburger Münster. In der Innenstadt traf man dann auch wieder auf die anderen Teilnehmer, welche die Stadt bereits intensiv erkundet und andere Wandervereine begrüßt hatten. Da es an diesem Tag wieder sehr heiß war, legten die Wanderer eine kleine Pause in Straßburg ein, bevor es weiter Richtung Kehl ging. Einige Teilnehmer wollten eigentlich nur die 8km Strecke wandern, hatten aber den Zustieg zur Tram nach Kehl verpasst. So blieb ihnen leider nichts anderes übrig, als nun ebenfalls die 15km Strecke zu wan-dern, was einige Wanderfreunde an ihre persönliche Belastungsgrenze führte. Als schließlich die „Passerelle des Deux Rives“ (deutsch Brücke der zwei Ufer) am Rhein erreicht wurde, waren alle sichtlich erleichtert, das Ziel, die Feldscheu-ne in Kehl, vor Augen zu haben. Nun zurück zu kommen zu den Tram-Fahrtkar-ten. Diese konnten am Ende glücklicherweise zurückgegeben werden. Da alle statt der fehlenden Startkarten ihre Wegbeschreibung haben stempeln lassen, haben am Ende auch alle Wanderer  einen Stempel in ihren Wanderheften er-halten. Ende gut, alles gut? Nicht ganz. An der abschließenden Flaggenparade haben die Wanderfreunde Ebernhahn nicht mehr teilgenommen, da viele Wanderer einfach zu erschöpft waren. Dies stieß bei einigen Teilnehmern und Organisatoren der Veranstaltung auf Unverständnis, war aber nach Meinung vieler, die einzig, richtige Entscheidung. 

Die Wanderfreunde vor dem Start am Europaparlament in Strasbourg

„Passerelle des Deux Rives“ (deutsch Brücke der zwei Ufer)

Am dritten Tag fuhren wir erneut zur Europiade nach Kehl. An der Feldscheue angekommen, ging es auf die 5km Strecke, die fast alle Wanderfreunde absol-vierten. Anschließend wurden die Wanderfreunde mit Kaffee und Kuchen am Bus versorgt, bevor die Fahrt weiter nach Colmar ging. Colmar, ist eine wunderschö-ne Stadt im Elsass. Das Altstadtbild ist geprägt von Kopfsteinpflasterstraßen und vielen schönen Fachwerkhäusern. Und man konnte, wenn man wollte, Flammku-chen verschiedenster Art in Colmar genießen. 

 

6. IVV-Europiade in Kehl/Strasbourg - Wanderfreunde auf der 5-km-Strecke

Blick in die schöne Altstadt von Colmar

 

Am vierten Tag hatte unser Busfahrer frei (lenkfreie Zeit). Es bestand die Mög-lichkeit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln erneut die Europiade in Kehl zu besu-chen oder nach Offenburg oder Freudenstadt zu fahren. Viele Wanderfreunde nutzten jedoch die Möglichkeit, Oberkirch näher kennen zu lernen und folgten unserem 1. Vorsitzender, Klemens Neumann, der zu einer kleinen aber sehr interessanten Stadtführung eingeladen hatte. Diese führte uns zunächst zum Stadtgarten und dann weiter in die schöne Innenstadt von Oberkirch mit all seinen Fachwerkhäusern und dem schönen Blumenschmuck an der Rench. Danach ging es steil hinauf zur Schauenburg, was für viele sehr anstrengend war. Gut, dass einige Wanderfreunde schon am Vortag ein Taxi gebucht hatten, welches die Gäste bis fast zur Schauenburg mit seiner Burgwirtschaft hinauf-brachte. Dort konnte man sich von den Strapazen erholen und die Seele bau-meln lassen. Anschließend ging es über die wunderschönen Weinberge wieder zurück nach Oberkirch. Auf dem Rückweg genehmigte sich der ein oder andere Wanderfreund noch ein Gläschen Schnaps, welcher am Wegesrand verkauft wurde.

 

Oberkircher Fachwerkhäuser und Blumenschmuck am Fluss Rensch

Burgruine Schauenburg mit Burgwirtschaft              

 

Am fünften Tag fuhren wir die Wanderfreunde zu den Wasserfällen Allerheiligen, wo ein Großteil den malerischen Weg antrat, der über zahlreiche Treppen die Schlucht entlang und auf mehreren Brücken über die Wasserfälle hinweg zum Kloster Allerheiligen führte. Das Kloster Allerheiligen ist ein ehemaliges Prämon-stratenser-Chorherrenstift, das heute leider nur noch eine Ruine ist. Dort wartete bereits der andere Teil der Gruppe, die mit dem Bus zum Kloster hochgefahren waren. Nach einem kurzen Aufenthalt am Kloster ging unsere Fahrt weiter zum Mummelsee. Dort bestand die Möglichkeit, entweder um den traumhaften  Mum-melsee, zu wandern oder die Hornisgrinde zu erklimmen, welche mit über 1100 Metern der höchste Berg des Nordschwarzwaldes ist. Einige mutige Wanderer stiegen  mit unserem 1. Vorsitzenden zum Hornisgrindeturm hinauf. Dort ange-kommen ging es weiter auf dem Grindenpfad über das Hochplateau bis zum Bismarckturm. Von hier aus hat man bei schönem Wetter einen herrlichen Blick über den Schwarzwald bis in die Rheinebene. Danach gingen wir weiter den Grindenpfad entlang über das Hochmoor bis zur Grinde Hütte. Dort kehrten wir kurz ein und einige Wanderfreunde ließen es sich nicht nehmen, eine leckere Schwarzwälder-Kirschtorte zu essen. Anschließend gingen wir wieder hinunter zum Mummelsee, wo die anderen Wanderfreunde zum Teil schon mehrere Runden um den See gewandert waren. Gegen 14:00 Uhr fuhren wir weiter zum Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach. Das Museum wurde 1964 gegründet und stellt das Leben, Wohnen und Arbeiten der Menschen im Schwarzwald in den letzten Jahrhunderten dar. In einem Biergarten klang dieser schöne Tag dann aus.

 

Die tapferen Wanderfreunde auf  ihrem Weg über die Wasserfälle hinweg            

Blick auf den Mummelsee und das Berghotel           

 

Am sechsten Tag ging es zum Schauinsland nach Freiburg. Da unser Bus nicht durch das Günterstäler Tor mit einer Durchfahrtshöhe von 3,60 m passte, musste er einen ca. 30minütigen Umweg fahren. Dabei konnten wir die Schönheit des Schwarzwaldes auf über 1000 Meter Höhe genießen. Was für ein Ausblick! An der Talstation in Horben angekommen ging es mit der Seilbahn 20 Minuten hin-auf zum Schauinsland, dem Freiburger Hausberg. Dabei bekam der eine oder andere dann doch noch Höhenangst und zittrige Knie. An der Bergstation ange-kommen, hat man von einem Plateau aus  einen fantastischen Ausblick auf Freiburg und die Vogesen. Auf den Schauinsland gingen wir zunächst den Rund-wanderweg bis zum Schauinslandturm, der wegen akuter Einsturzgefahr leider geschlossen war. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass der Rund-wanderweg zugleich auch der Skulpturenpfad war, den wir ursprünglich gehen wollen. Nach einer kurzen Rast an der Bergstation ging es dann  wieder hinunter zur Talstation und weiter zum Titisee, der nach wie vor viele Touristen anzieht. In Titisee-Neustadt nutzen viele die Gelegenheit zum Einkaufen. Andere wiederum unternahmen auf dem Titisee eine kleine Bootstour oder genossen ein kühles Bier im Biergarten. Anschließend besuchten wir noch Freiburg, wo wir uns das Münster und das Historische Kaufhaus anschauten und durch Gassen schlen-derten. Dabei blieb der ein oder andere auch in einem der vielen Studentenlokale hängen.                    

Wanderfreunde in der Seilbahn hinauf zum Schauinsland                                 

Gruppenfoto der Wanderfreunde an der Bergstation 

 

Am siebten Tag hieß es Abschied nehmen von Oberkirch. Auf der Heimreise besuchten wir noch das Schiffshebewerk Saint-Louis/Arzviller, welches Teil des Rhein-Marne-Kanals ist. Gegen 10:00 Uhr kamen wir am Schiffshebewerk an und dann musste es sehr schnell gehen. Denn es gab noch die Möglichkeit an der 1. Bootstour teilzunehmen. Das Schiffshebewerk ist seit 1969 in Betrieb und ersetzt mit einem Höhenunterschied von 44,55 m 17 vormalige Schleusen zwischen Saint-Louis und Arzviller. Von dieser technischen Meisterleistung waren die Wanderfreunde mehr als fasziniert. Anschließend gab es wieder einmal Kaffee und Kuchen am Bus. Nach diesem sehr beeindruckenden Ereignis fuhren wir weiter zur Burg Fleckenstein, wo es für alle zunächst einen kleinen Imbiss in Form von Würstchen mit Baguette gab. Dieser hatte unsere Kassiererin, Elly Neumann, am frühen Morgen besorgt. Gut gestärkt besuchten wir dann die beindruckende Burgruine Fleckenstein. Gegen 05:00 Uhr  brachen wir  schließ-lich Richtung Ebernhahn auf, wo wir um 20:30 Uhr müde aber voller bleibender Eindrücke ankamen.

 

Schiffshebewerk Saint-Louis/Arzviller                                  

Drei mutige Wanderfreunde auf der Burg Fleckstein

Ich danke allen, die zum Erfolg dieser Reise beigetragen haben, dem Busbord-service, den vielen Kuchenbäckern und Fotografen und vor allem unseren Bus-fahrer Andreas. 
Geschrieben: Klemens Neumann, 1. Vorsitzender

Unter der Link EUROPIADE 2022-SAMMELALBUM finden Sie einige Fotos von der Reise. Die Bilder stammen überwiegend von Anneliese Kosche, Pojjana Neumann und Gaby Cremer. Ergänzend  wurden einige Fotos von FB-Freunden (Strasbourg bei Nacht von Fernand Dumont, Junglinster, LUX und 15 km-Strecke  und Eröffnung Alex Wautier, BEL) eingepflegt.

 

Viel Spaß beim Bildergucken! Und freuen Sie sich auf die nächste Reise mit den Ebernhahner Wanderfreunden.

 

Stand: 14. September 2022
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